Luftreiniger Stiftung Warentest

Der letzte Luftreiniger-Test der Stiftung Warentest ist schon über 15 Jahre her. Die meisten der damals getesteten Geräte sind heute gar nicht mehr erhältlich. Außerdem hat sich die Technik seit dem deutlich weiterentwickelt.

Worauf sollte man also achten, wenn man einen Luftreiniger anschaffen will? Wir geben Ihnen hier die Antworten auf die häufigsten Fragen, die wir von Kunden dazu gestellt bekommen:

  1. Welche Filter brauchen Sie?
  2. Welche Leistung sollte das Gerät haben?
  3. Partikelsensor
  4. Worauf ist sonst noch zu achten?

Zu 1.: Welche Filter brauchen Sie?

Dies hängt davon ab, was gefiltert werden soll. Für die folgenden Anwendungen sollten Sie darauf achten, dass das Gerät neben einem Vorfilter über einen guten HEPA-Filter verfügt:

  • Staub, Feinstaub
  • Pollen
  • Schimmelsporen
  • Mikroorganismen, Bakterien, Viren,
  • Asthma
  • Tabakrauch

Die meisten der oben genannten Schadstoffe sind für das menschliche Auge unsichtbar. Ein guter HEPA-Filter ist in der Lage mehr als 99% dieser kleinsten, unsichtbaren Partikel zuverlässig aus der Luft zu filtern.

Sollen neben Partikeln auch noch Gerüche aus einem Raum entfernt werden, dann achten Sie darauf, das das Gerät über einen Aktivkohlefilter verfügt. Aktivkohle ist ein natürliches Filtermedium, mit sehr guten Eigenschaften zur Adsporption von Gas- und Geruchspartikeln in der Luft. Gerade bei Luftreinigern für Raucher sollte neben dem HEPA-Filter noch ein großer Aktivkohlefilter in dem Luftreiniger enthalten sein.

Zu 2. Welche Leistung sollte das Gerät haben?

Die Leistung eines Luftreinigers wird in m³/ Std. gemessen. Dieser Wert sagt aus, wie viel m³ Luft pro Std. von einem Gerät angesaugt und gereinigt werden kann. Je größer der Raum, desto größer sollte die Leistung des Luftreinigers sein.

Als Faustformel für die optimale Leistung von Luftreinigern wird das Raumvolumen in m³, = Länge x Breite x Höhe zugrunde gelegt.
Bei Schadstoffen wie Fein-Staub, Pollen, Staub, Sporen, Bakterien, Viren, etc. sollte die
Reinigungsleistung/Std. (Luftdurchsatz) ca. 3-5 Mal höher sein, als das jeweilige Raumvolumen. Bei sehr starken Luftbelastungen, z.B. bei Tabakrauch, sollte die Leistung des Luftreinigers/Std. ca. 6-10 Mal höher sein, als das entsprechende Raumvolumen.

Beispiel:
Ein passender Luftreiniger für einen Raum mit 20 m² Größe und 2,5 m Deckenhöhe (=50m³ Raumvolumen) sollte bei “normaler” Belastung eine Leistung von ca. 200-300m³/Std., bei Tabakrauch ca. 500 m³/Std. haben, um eine optimale Reinigung der Raumluft erzielen zu können.

Zu 3.: Partikelsensor

Achten Sie beim Kauf eines Luftreinigers auch auf einen Partikelsensor. Ein Partikelsensor in einem Luftreiniger misst fortwährend den Partikelgehalt in der Luft eines Raums und stellt die notwendige Lüfterstufe des Luftreinigers selbständig auf die jeweilige Luftqualität ein. Zum einen erspart diese Funktion das ständige manuelle Verändern der Lüfterstufe am Gerät. Zum anderen können die feinen Unterschiede im Partikelgehalt der Luft durch die Nase in der Regel gar nicht nicht unterscheiden werden. Bei gut ausgestatteten Luftreinigern wird die Luftqualität zusätzlich noch optisch durch unterschiedliche Farben an einer Anzeige des Gerätes dargestellt. So erkennt man sofort auf einen Blick, wie die Qualität der Luft gerade ist.

 Zu 4.: Worauf ist sonst noch beim Kauf eines Luftreiniger zu achten?

Einige Modelle verfügen noch über eine zusätzliche Ionisationsfunktion. Diese kann die Beseitigung von Partikeln und Gerüchen in der Luft zusätzlich unterstützen. Achten Sie darauf, dass sich diese Funktion bei Bedarf abstellen lässt. Alternativ sollte der Anbieter angeben, dass diese Funktion in seinem Gerät ozonfrei arbeitet.

Wichtig ist neben oben genannten Punkten noch die maximale Lautstärke, sowie der Stromverbrauch des Luftreinigers.

Geprüfte Qualitäts-Luftreiniger für viele Raumgrößen finden Sie hier>>.